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Author Topic: 2016: The Video Singles Collection  (Read 1679 times)

Offline Angelinda

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Re: 2016: The Video Singles Collection
« Reply #15 on: 15 November 2016 - 00:30:52 »
2016-11-14 - Formel-Eins.tv (Germany) - Zeitreise mit “Video Singles Collection”

https://www.formel-eins.tv/depeche-mode-zeitreise-mit-video-singles-collection

Depeche Mode: Zeitreise mit “Video Singles Collection”
Text: Chris Hauke

Nicht nur musikalisch, auch optisch brauchten Depeche Mode einige Zeit, bis sie ihren Stil fanden. Das neue 3-DVD-Set VIDEO SINGLES COLLECTION bietet eine Zeitreise, die von den Anfängen im Jahr 1981 bis zum bislang letzten Album DELTA MACHINE führt. Dank informativer Audio-Kommentare von Dave Gahan, Martin Gore und Andrew Fletcher kommen dabei auch einige Details ans Tageslicht, die selbst eingefleischte Fans noch nicht kennen dürften.
Bis zu “Get The Balance Right” (1983) waren die Videos von Depeche Mode bestenfalls naiv, doch gerade das macht aus heutiger Sicht den Charme der Anfangsjahre aus – auch wenn sie der Band früher so peinlich waren, dass sie bei Compilations gerne mal unter den Tisch fielen. Etwa “See You” von “A Broken Frame”, das in einer Woolworth-Filiale gedreht wurde. Martin Gore klärt auf:

“See You” (1982)
“Als wir das fertige Video sahen, wussten wir, dass wir uns damit keinen Gefallen getan haben. Aber ganz ehrlich: Auch mit unseren Klamotten haben wir uns damals keinen Gefallen getan, ebenso so wenig mit unserer Musik. Wir können [Regisseur] Julien Temple also nicht die ganze Schuld geben.” In einer Szene sieht man auf einem Foto Alan Wilder, der damals noch nicht offiziell in der Band war. Warum? “Alan sollte langsam eingeführt werden, das Konzept war auch gut. Uns wäre das nie eingefallen”, erläutert Martin Gore, um lachend nachzuschieben: “Dafür hat er später die Hauptrolle in ‘Get The Balance Right’ bekommen. Der Regisseur wusste nicht, wer der Sänger war, und traute sich auch nicht zu fragen. Und wir waren schlicht zu blöd, um ihn drauf hinzuweisen.”
Spätestens mit BLACK CELEBRATION hatten Depeche Mode ihren Weg gefunden, auch die Videos begannen der Band zu gefallen. Dave Gahan erinnert sich an einen Clip, der unmittelbar vor dem Beginn einer neuen Ära entstand.

“Stripped” (1986)
“Berlin, kurz vor Mauerfall. Wir fühlten uns wie “Wir gegen die Welt” und haben unser Ding gemacht. Spaß war das Drehen dennoch nicht. Es war stets kalt, dunkel oder verschneit, dazu haben wir immer in irgendwelchen beschissenen Lagerhallen gedreht. Feines Handwerk stand damals noch nicht auf dem Programm.”
Martin Gore ergänzt: “Wir haben beim Hansa-Studio an der Mauer gefilmt. Es fühlte sich ein bisschen gefährlich an, so etwas so nah am Osten zu tun – laute Musik, grelles Licht. Man wusste ja damals nicht, was passieren konnte. Kurz danach haben wir dort gespielt und waren ziemlich erfolgreich.” Lachend fügt er hinzu: “Vielleicht durch die Mund-zu-Mund-Propaganda von ein paar Grenzwachen. Es war jedenfalls das erste Video, das ich wirklich mochte.”
Bald darauf übernahm Anton Corbijn die Regie. Eines seiner besten und außergewöhnlichsten Werke für Depeche Mode war ein Video, das sich eng an die Arbeiten des niederländischen Renaissance-Malers Hieronymus Bosch anlehnt.



“Walking In My Shoes” (1993)
Martin Gore: “Ich liebe dieses Video. Anton hat uns seine Ideen immer nur roh vorgestellt. Wir bekamen kein fertiges Script, aber wir wussten von dieser Hieronymus-Bosch-Idee. Doch bis du am Set ankommst und die Leute in ihren Kostümen siehst, kannst du dir nicht ausmalen, wie das aussehen könnte. Aber bei Anton war uns das egal, denn wir haben ihm vertraut. Vor dieser Phase haben wir niemandem getraut. Und das aus gutem Grund.”
Mit Corbijn bekamen Depeche Mode ein künstlerisches Konzept, das die Band auf ein neues Level hob. Dazu noch einmal Martin: “BLACK CELEBRATION war ein Wendepunkt für uns. Ohne dieses Album hätte Anton vielleicht nie begonnen mit uns zu arbeiten – und wir müssten uns jetzt einen endlosen Strom beschissener Videos anschauen.”
Nach Corbijn arbeitete die Band mit zahlreichen weiteren Regisseuren, deren Ideen die Band manches Mal besonders beeindruckten. “Wrong” ist ein solcher Fall.

“Wrong” (2009)
Dave Gahan: “‘Wrong’ war die erste Auskopplung aus SOUNDS OF THE UNIVERSE. Ich wollte damals, dass wir im Video nicht zu sehen sind und die Leute sich überlegen, welche Band das ist – auch wenn es sich natürlich nach uns anhört. Das Konzept von [Regisseur] Patrick Daughters fand ich extrem stark. Du kannst nicht aufhören auf diesen Typen zu schauen. Was zur Hölle passiert dort? Was für eine grandiose Idee für den Song. Es war anders als sonst, und das brauchten wir. Der Gedanke war, wieder ein Element von Mysterium einzubringen. Am Ende gab es wie gewöhnlich eine große Diskussion mit Fletch. Er konnte nicht verstehen, warum wir nicht im Video sein wollten. Also sind wir doch in einer Einstellung zu sehen – aber das wäre nicht nötig gewesen.”

Diese und 51 weitere Videos verteilen sich chronologisch auf drei DVDs, dazu kommen vier Alternativ-Versionen (drei rare Videos von “People are People”, “But Not Tonight” und “Soothe My Soul” sowie eine bislang unveröffentlichte Version von “Stripped”) sowie zwei Stunden mit Audio-Kommentaren von Dave Gahan, Martin Gore und Andy Fletcher, von denen die obigen Zitate stammen.  Die Box ist ab 18. November 2016 erhältlich.

Offline Angelinda

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Re: 2016: The Video Singles Collection
« Reply #16 on: 17 November 2016 - 00:10:59 »
2016-11-16 - Der Westen (Germany) - Depeche Mode präsentieren ihren Video-Katalog auf DVD

http://www.derwesten.de/kultur/musik/depeche-mode-praesentieren-ihren-video-katalog-auf-dvd-id12362947.html

Depeche Mode präsentieren ihren Video-Katalog auf DVD
Stefan Reinke
Mit ihrer Video Singles Collection präsentieren Depeche Mode einen Ritt durch ihre eigene Geschichte – und die des gesamten Musikvideo-Genres.

55 Videos auf drei DVDs, mehr Depeche Mode geht nicht. Mit nahezu perfektem Timing präsentiert Sony das Gesamtwerk der Band mit restauriertem Ton und Bild. Besser hätte der Zeitpunkt nicht sein können, weil einerseits Weihnachten naht und andererseits die Band mit ihrer jüngsten Ankündigung, die Fans im kommenden Jahr mit einem neuen Album und einer Tour zu beglücken, für genug Speichelfluss unter den Devotees gesorgt hat. Die Zeit bis zum Frühjahr lässt sich mit der DVD-Box "Video Singles Collection" vortrefflich überbrücken.
Es ist schon knuffig zu sehen, wie ungelenk die vier Milchbubis in ihrem Erstling "Just can't get enough" agieren und wie unschuldig das Genre "Musikvideo" anno 1981 noch war. Das hat noch nicht viel mit den durchgestylten Videos von Anton Corbijn zu tun, der ab Mitte der Achtziger zunehmend den Look von Depeche Mode definierte und der Band ein deutlich raueres Antlitz verpasste.

Depeche Mode machen Heavy Metal
Doch vor Corbijn waren die Achtziger, in denen Depeche Mode sozusagen ihre Heavy-Metal-Phase hatten. Nicht wegen ihrer Musik, sondern weil sie damals auf alles einschlugen, was irgendwie aus Eisen oder Stahl gemacht war, und so ihren einzigartigen Sound kreierten. In den Videos zu "People are People", "Master and Servant" oder "Stripped" lassen die Regisseure die Band-Mitglieder denn auch immer wieder halbherzig auf das eine oder andere Metallstück hämmern oder sie bringen gleich ganz schweres Gerät wie Kriegsschiffe, Ankerketten oder Pressluftbohrer zum Einsatz. Das Satire-Magazin "Mad" schrieb damals, Depeche Mode würden meist in Schwarz auftreten, damit das Publikum die Flecken vom Ölwechsel der Instrumente nicht sehen könne.
Doch ohne diese Zeit und ihre musikalische Experimentierfreudigkeit wäre die Band nie zu dem Mythos geworden, der sie heute ist. Natürlich bleibt ein Schmunzeln beim Betrachten der alten Videos nicht aus, aber Fans der ersten Stunde wird dabei sicherlich auch warm ums Herz. Gleichzeitig wird aber auch deutlich, wie aus oftmals ungelenken und billigen Promo-Filmchen allmählich eine eigene Kunstform entstand, zu der Depeche Mode mit den Filmen zu "Personal Jesus", "Enjoy the Silence" oder "It's no good" einen großen Beitrag geleistet haben.

Audio-Kommentare von Dave Gahan, Martin Gore und Andy Fletcher
Der besondere Leckerbissen für eben diese Hardcore-Fans sind allerdings die Audio-Kommentare der Band-Mitglieder. Insbesondere auf DVD 1 erzählen Dave Gahan, Martin Gore und Andy Fletcher interessante Details und Anekdoten über die Entstehung der einzelnen Videos. Auf den anderen beiden DVDs sind leider nicht mehr alle Videos mit Kommentaren versehen.

Die Box mit drei DVDs (warum eigentlich keine Blu-Ray?) ist ab 18. November erhältlich und kostet 40 Euro.

Offline Angelinda

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Re: 2016: The Video Singles Collection
« Reply #17 on: 17 November 2016 - 00:13:21 »
2016-11-16 - Depeche Mode - Depeche Mode Video Singles Collection Trailer

https://www.youtube.com/watch?v=Ka3QZR_BKHQ
https://www.youtube.com/watch?v=RUugGssiZyo



Buy the Depeche Mode Video Singles Collection:
Amazon: https://www.amazon.com/Video-Singles-Collection-Various/dp/B01LXIHKNW

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Re: 2016: The Video Singles Collection
« Reply #18 on: 20 November 2016 - 03:11:07 »

Offline Angelinda

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Re: 2016: The Video Singles Collection
« Reply #19 on: 26 November 2016 - 22:22:35 »
2016-11-25 - MusikWoche (Germany) - Metallica nach erfolgreichstem Album-Start 2016 auf Platz eins

www.mediabiz.de/musik/news/metallica-nach-erfolgreichstem-album-start-2016-auf-platz-eins/413323

(...)

Zu den weiteren Neueinsteigern in den Top Ten zählen auf Rang sechs Depeche Mode mit der "Video Singles Collection" und Bruno Mars auf Platz neun mit "24K Magic".

(...)

Offline Angelinda

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Re: 2016: The Video Singles Collection
« Reply #20 on: 08 January 2017 - 22:34:04 »
2016-11-29 - Sonic Seducer (Germany) - Wieder Im Bilde

[Thanks to KFDM for scanning this for Depeche-mode.be.]