Depeche Mode Television Archives Forum

Author Topic: Martin Gore: Miscellaneous  (Read 33063 times)

Offline Angelinda

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Re: Martin Gore: Miscellaneous
« Reply #15 on: 28 June 2012 - 23:20:15 »
2010-09-06 - Depechemode.de (Germany) - Change of Cover

http://www.depechemode.de/das-ist-das-finale-frontcover-der-martin-gore-biografie-3133

Das ist das finale Frontcover der Martin Gore-Biografie
von Sven Plaggemeier

So sieht sie aus, die endgültige Gestaltung des Buchdeckels der Martin Gore-Biografie. Ab dem 20. September steht “Insight – Martin Gore und Depeche Mode: Ein Porträt” (bei Amazon vorbestellen) in den Läden. Bis dahin werdet Ihr bei uns noch zwei Textauszüge exklusiv vorab lesen können.

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Re: Martin Gore: Miscellaneous
« Reply #16 on: 28 June 2012 - 23:20:35 »
2010-09-10 - Depechemode.de (Germany) - Martin Gore: “Meine Lieder handeln von der Suche nach Unschuld”

http://www.depechemode.de/martin-gore-meine-lieder-handeln-von-der-suche-nach-unschuld-3165/

Martin Gore: “Meine Lieder handeln von der Suche nach Unschuld”

Immer wieder Sonntags … präsentieren wir Euch auf depechemode.de exklusiv Auschnitte aus der neuen Martin Gore-Biografie “Insight – Martin Gore und Depeche Mode: Ein Porträt” (bei Amazon vorbestellen), die ab 20. September 2010 in den Läden steht. Das Kapitel “Music for the Masses” beantwortet die Fragen, was Martin mit Mark Knopfler verband, wie durch sein Mitwirken ein Weizenfeld in ein amerikanisches Stadion kam und warum er nicht lange in London bleiben wollte. Dabei erfahren wir einiges über Martins Lebensphilosophie, die in seinen Songs zum Ausdruck kommt.

Music For The Masses
Es gibt viele wiederkehrende Themen in meinen Songs«, sagte Gore 1987 der Zeitschrift Sounds. “Zwei Dinge, die immer wieder in meinen Liedern auftauchen, sind Desillusionierung und fehlende Zufriedenheit. Viele Lieder handeln zudem von der Suche nach Unschuld.”
Er entwickelte zunehmend ein nostalgisches Gefühl für die Teenager-Jahre. “Ich habe die Theorie, dass der Grad der Desillusionierung mit dem Alter steigt. Unsere glücklichsten Tage erleben wir als Teenager. Wenn man älter wird und mehr lernt, sind alle Ecken und Kanten irgendwann abgeschliffen.”
Gores Lebensphilosophie zu dieser Zeit war es, sich die Ecken und Kanten zurückzuerobern. Sein lautes Lachen und die albernen Scherze; seine Entkleidungszeremonien und der zuweilen hemmungslose Umgang mit Alkohol; das Verlangen, Orte zu finden, an denen er sich unbelastet fühlte – all dies waren Versuche, sich nicht dem Mainstream eines Erwachsenenlebens fügen zu müssen, bei dem an jeder Ecke Schuldgefühle warteten. Auch deshalb konnte er es nicht lange in London aushalten.
“Für mich ist die Suche nach Unschuld der einzige Weg, um zu überleben. Ich weiß, dass viele Leute meine Lieder depressiv finden. Für mich sind sie das Gegenteil davon. Sie sind voller Hoffnung”, sagte Gore dem Magazin Best. Und er war guter Hoffnung, dass immer mehr Leute – wenn auch nicht die Journalisten – dies auch erkennen, denn: “Wenn du einen guten Song schreibst, erzählst du den Leuten nichts Neues. Du versuchst nur, Gefühle aufzuschreiben, die deine Hörer kennen und mit denen sie hoffentlich einverstanden sind.”
Dass seine Songs zumeist einen pessimistischen Twist besitzen und die sonnige Sicht auf die Dinge meiden, begründete er in einem finnischen TV-Interview 1987 so: “Ich finde es viel interessanter, über unerfreuliche Dinge zu schreiben. Diese Dinge geben mir mehr Inspiration – in den Charts gibt es schon genug Nettigkeiten”…
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Re: Martin Gore: Miscellaneous
« Reply #17 on: 28 June 2012 - 23:21:04 »
2010-09-19 - Depechemode.de (Germany) - Martin Gore: “Es liegt in meiner Natur, an etwas glauben zu wollen”

http://www.depechemode.de/martin-gore-es-liegt-in-meiner-natur-an-etwas-glauben-zu-wollen-3192/

Martin Gore: “Es liegt in meiner Natur, an etwas glauben zu wollen”
von Sven Plaggemeier

Die Veröffentlichung der Martin Gore-Biografie “Insight – Martin Gore und Depeche Mode: Ein Porträt” (bei Amazon vorbestellen) ist auf den 30. September verschoben worden. Daher präsentieren wir Euch einen Sonntag länger Textauszüge aus dem Buch. Heute könnt ihr bei uns exklusiv einen Text aus dem Kapitel “Songs of Faith and Devotion” lesen.

Songs of Faith and Devotion
Der NME interpretierte den Sound von Songs Of Faith And Devotion als einen Ausdruck von Gahans kaputtem Rock’n’Roll-Lifestyle und nannte das Album “launisch und überkandidelt«”. Die meisten Kritiker jedoch stellten Gore und den spirituellen Grundton seiner Texte in den Vordergrund. Die Tageszeitung The Guardian bejubelte ein “Meisterwerk” und leitete dieses Urteil vor allem aus den Liedzeilen der Platte ab, in denen Gore “Verfolgung, Verlangen und Schuld” thematisierte.
“Ich gebe zu, dass ich ein Problem habe«, sagte er im Gespräch mit der L.A. Times. “Gott weiß warum – und das soll kein Wortspiel sein –, aber jedes Mal, wenn ich einen Song schreibe, muss ich irgendwie das Thema Religion anschneiden.” Eine Erklärung hatte er immerhin dafür, dass er im Kontext Religion immer auch von Liebe und Sex sprach: “Das sind Dinge, die ich spüre, an die ich glauben kann. Ich war nie überzeugter Anhänger einer Religion, aber es liegt in meiner Natur, an etwas glauben zu wollen.”
Seine Erfahrungen als junger Vater hätten dieses Bedürfnis noch verstärkt. “Wenn es drauf ankäme, würde ich heute sagen, dass ich an Gott glaube. Zu Zeiten von Blasphemous Rumours habe ich es eher nicht getan.” Blasphemous Rumours stand jedenfalls nicht auf der Setlist der Devotional Tour, die am 19. Mai 1993 im französischen Lille begann…
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Re: Martin Gore: Miscellaneous
« Reply #18 on: 28 June 2012 - 23:21:30 »
2010-09-26 - Depechemode.de (Germany) - Martin Gore beeindruckte die Pet Shop Boys nachhaltig

http://www.depechemode.de/martin-gore-beeindruckte-die-pet-shop-boys-nachhaltig-3288/

Martin Gore beeindruckte die Pet Shop Boys nachhaltig
von Sven Plaggemeier

Zum letzten Mal präsentieren wir Euch an diesem Sonntag einen exklusiven Auszug aus der neuen Martin Gore-Biografie “Insight – Martin Gore und Depeche Mode: Ein Porträt” (bei Amazon vorbestellen), die ab kommenden Donnerstag im Handel erhältlich sein wird. Das Kapitel, aus dem ihr heute lesen könnt, beschäftigt sich mit Liebeskummer, Tanzstunden und was Musiker sonst noch mit Martin Gore verbinden. Wir wünschen Euch viel Spaß und hoffen, dass die Ausschnitte bei Euch Lust auf Mehr gemacht haben.

Der emotionale Schwamm
Eine Band, die es in dieser Disziplin zu einer ähnlichen Meisterschaft gebracht hat wie Depeche Mode, macht kein Geheimnis daraus, in einer
entscheidenden Phase ihrer Karriere bei Gore abgeguckt zu haben: die Pet Shop Boys.
Noch in den Liner Notes der Neuauflage ihres 1990er Albums Behaviour geben sie zu, sich das sieben Monate ältere Violator zum Vorbild genommen zu haben. Die Folge: “Behaviour fiel nachdenklicher und musikalisch ausgefeilter aus als unsere bisherigen Alben”, so
Sänger Neil Tennant. Vor allem World In My Eyes habe bei ihm für Neid gesorgt – ein Popsong mit Anspruch und Raffinesse, wie er auch den Pet Shop Boys vorschwebte.
1991 unterstreichen sie ihren Respekt vor Gore, als sie für den “Dub Mix” ihrer Single Was It Worth It? das Keuchen aus Personal Jesus sampeln. Verspätet grüßen Depeche Mode zurück und verewigen 1998 im Booklet der überarbeiteten Compilation Singles 81>85
ein Statement Tennants aus dessen Zeiten als Musikjournalist: “Blasphemous Rumours ist ein routiniertes düsteres Brett, in dessen Verlauf Gott eine deftige Gardinenpredigt erhält.”
Eine Lektion anderer Art gibt Götz Alsmann, als er Mitte der Achtziger mit den Sentimental Pounders People Are People in einer schwungvollen Rock’n’Roll-Version aufnimmt. “Wir verstanden uns damals als Rockabilly-Band und waren die immergleichen Klischee-Anfragen zu unserem Repertoire leid«, sagt der heutige Großmeister der leichten Unterhaltung und promovierte Musikwissenschaftler. “Viele Teddy Boys zwischen 1982 und 1985 waren der Meinung, unsere Musik sei Etikettenschwindel. Sie definierten Musik nicht über den Sound oder Stil, sondern über ein paar Songs, die sie zufällig als Rockabilly-Hymnen akzeptiert hatten.”
Um der Szene zu beweisen, dass ein Stil nur bedingt mit der Komposition zu tun hat, sondern vor allem mit dem Arrangement und dem Ausdruck, durchforstet Alsmann die aktuellen Charts und empfindet People Are People als “überaus geeignet für unsere Art von Musik. Wir haben damals auch andere Stücke angetestet, etwa Relax von Frankie Goes To Hollywood, stellten aber fest, dass oft die Produktion den Hit ausmachte, nicht die Komposition. People Are People hingegen hatte eine richtige Melodie und einen guten Slogan”…
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Re: Martin Gore: Miscellaneous
« Reply #19 on: 28 June 2012 - 23:22:32 »
2010-10-15 - Side-Line (Belgium) - Martin Gore biography hits the stores

http://www.side-line.com/news_comments.php?id=45281_0_2_0_C

Martin Gore biography hits the stores
by Bernard Van Isacker

Whereas Depeche Mode frontman Dave Gahan already had several biographies gracing the shop shelves (check this list), neither Martin Gore or Andy Fletcher have had the 'chance' being selected for this treatment. Okay, Gore had his lyrics compiled in this book, but that wasn't a biography, was it. At least for Martin Gore that's about to change as the German freelance journalist André Boße and self declared fan Dennis Plauk wrote the book "Insight - Martin Gore und Depeche Mode: Ein Porträt" which can be ordered right here at Amazon GER).
The 240 pages book relates the life of the songwriter through which both authors 'try to find the secret of his success'. The book is basically mostly based on press articles, interviews and TV-coverage material. Add to that interviews with fans - let's hope those were interesting.
A pity though that the book does not talk about the Martin Gore tapes that were recorded by his neighbour (that's not a joke btw) when he lived in Berlin in the 80s for two years. Side-Line heard these tapes a while ago when doing research for a Depeche Mode interview and they learn us something more of how Gore was still composing new songs in his flat whilst recording the "Some Great Reward" album.
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Re: Martin Gore: Miscellaneous
« Reply #20 on: 28 June 2012 - 23:22:53 »
2010-11-25 - 2010lab.tv (Germany) - Portrait des Depeche-Mode-Kopfes: „Durch Adjektive, die beschreiben wie toll Martin Gore ist, lernt man den Menschen nicht kennen“

http://www.2010lab.tv/blog/portrait-des-depeche-mode-kopfes-%E2%80%9Edurch-adjektive-die-beschreiben-wie-toll-martin-gore-ist-lern

Portrait des Depeche-Mode-Kopfes: „Durch Adjektive, die beschreiben wie toll Martin Gore ist, lernt man den Menschen nicht kennen“
Autor: Jens Mayer

"Insight" heißt das Portrait des zurückhaltenden Depeche-Mode-Kopfes Martin Gore, das André Boße, Musikjournalist und ehemaliger Chefredakteur des mittlerweile eingestellten Dortmunder Interviewmagazins Galore zusammen mit Dennis Plauk, Chefredakteur des Musikmagazins Visions geschrieben hat.
Seit dem Ende des Interviewmagazins Galore arbeitet Boße als freier Journalist und Autor,  u.a. für Sueddeutsche Zeitung und Visions. Zuletzt war er als Mitinitiator der Werktage Münster aktiv.
Zusammen mit Visions-Chefredakteur Dennis Plauk hat er nun eine Innenansicht über den kreativen Kopf der britischen Synth-Rock-Pioniere Depeche Mode erarbeitet, die mehr bieten soll als eine übliche Fanbiografie.
Im Gespräch erklärt er, was ein gutes Portrait ausmacht.
 
André, wie ist die Idee zu einem Buch über Martin Gore entstanden?
"Es war der Verlag, der an mich herangetreten ist. Man hat dort bereits eine, ins deutsche übersetzte Dave-Gahan-Biografie (Frontmann von Depeche Mode) im Angebot, die sich gut verkauft. Allerdings wird diese auch etwas kritisch gesehen, da sie recht konventionell aufbereitet ist und auch eine Menge Fehler hat. Zudem hat der Autor Gahan nie persönlich getroffen. Depeche Mode-Biografien existieren viele, da es in diesem Fall aber weltweit um das erste Buch gehen sollte, das sich dem musikalischen Kopf von Depeche Mode widmet, habe ich zugesagt, wollte aber gerne jemanden dabei haben, der Martin Gore schon persönlich getroffen hat.
So kam ich sofort auf Dennis Plauk, wir kennen uns durch die gemeinsame Arbeit für Visions, und ich wusste, dass er Gore bereits dreimal interviewt hat. Eine wichtige Grundlage, um auch eine Begegnung mit dem Musiker zu schildern."
 
Die Anhängerschaft von Depeche Mode ist groß und enthusiastisch, gilt aber auch als äußerst kritisch. Wie seid ihr dieser Herausforderung begegnet?
"Wir haben das Buch nach dem regulären Lektorat noch einmal von Hardcore-Depeche-Mode-Fans Korrektur lesen lassen. Es gibt ja schon einige Bandbiografien, und darunter haben viele die Schwäche, dass einfach Daten und bestimmte Fakten nicht stimmen. Natürlich passieren Fehler, aber gerade bei Depeche Mode-Fans ist das schwerwiegender, weil die sehr streng sind und total darauf achten, und so etwas nicht verzeihen.
In unserem Buch findet man auch eine Topographie, in der wir die Touren der Band auflisten und die Songs, die gespielt wurden. Selbst da gab es eine Mail von einem Anhänger, die sich ja auch „devotees“ nennen, der schrieb, dass es nicht sein kann, das die Band am 18.04.1995 in Pasadena den Song Behind The Wheel gespielt haben, weil..."

Wie kommt das Buch bislang an?
"Diejenigen, die das Buch schon gelesen haben, haben das Konzept begriffen. Es ging uns nicht darum nur ein bisschen davon zu erzählen wie Gore so als Kind war, wie er zur Musik kam und wie sein Werdegang verlief. Wir haben es sehr bewusst ein Portrait genannt, und nicht eine Biografie weil wir eben aus verschiedenen Blickwinkeln auf die Person Martin Gore zugreifen wollten und nicht nacherzählen wollten.
Besonders glücklich sind wir mit der Idee einzelne Depeche Mode-Songs zusammen mit einem Musikwissenschaftler der Uni Paderborn zu analysieren. Wir haben uns im Studio getroffen und über Harmonien, Arrangements und was dahinter steckt, gesprochen. Das war sehr erhellend, weil man dann plötzlich merkte, was in Stücken wie Never Let You Down Again drinsteckt."

So etwas ist in der Tat relativ selten.
"Ja, dabei gibt es so viele Magazine und Bücher zum Thema Musik. Aber es ist eben auch so, dass die Künstler selbst nicht gerne oder erhellend darüber sprechen. Wahrscheinlich weil sie ein bisschen auch ein Geheimnis daraus machen wollen.
Der Musikwissenschaftler wiederum sagte bei einem Song: Ich glaube nicht, dass Martin Gore den geschrieben hat, denn der ist so kompliziert und vertrackt, so professionell. Das kann nie jemand, der einen Pop-Background hat einfach so schreiben, da muss man einen professionellen Hintergrund für haben. Es kam dann auch heraus, dass Gore in diesem Fall Hilfe von einem Orchester-Arrangeur hatte, der ihm ein paar Kniffe gezeigt hat. Auch hier war schön mal zu zeigen, dass Martin Gore, der bei den Fans natürlich unangreifbar ist, sich auch logischerweise Hilfe von Profis holt, was ja nichts Außergewöhnliches ist. Schön, dass man es dann eben aber auch belegen kann. Das bringt eine ganz andere Tiefe."
 
Überhaupt scheint es euch darum gegangen zu sein, kein bloßes Abfeiern zu zelebrieren.
"Durch Adjektive, die beschreiben wie toll Martin Gore ist lernt man den Menschen nicht kennen. Das Licht wird einfach nur heller. Uns war es wichtig herauszufinden, warum er etwas so und so getan hat, und auch die Umstände im England der 70er und 80er Jahre zu beleuchten, unter denen er zur Musik kam. Wie kam es zu dem modischen Wechsel, als er nach Berlin kam, als er seine Lack, Leder und Nagellack-Phase bekommen hat? So etwas fällt ja nicht vom Himmel. Wir wollten die Gründe dafür herauszufinden, ohne etwas beweisen zu wollen. Da muss man dann eben schauen, was damals in Berlin so los war, was Leute wie David Bowie dort gemacht haben. Oder man muss nur mal Sven Regeners Bücher lesen, um zu verstehen warum bestimmte Sachen waren wie sie waren. So kann man verstehen, warum Martin Gore diese Szene betreten hat und davon angefixt war. So ist es eben auch zeithistorisch und beinahe soziologisch."

Hat dir die Arbeit am Buch auch als Journalist eine neue Perspektive gebracht?
"Klar, ich habe Anknüpfungspunkte in viele Richtungen. Beispielsweise doziere ich an der Uni in Paderborn und der Hamburg Media School zum Thema Portrait. Nun habe ich eine Buchveröffentlichung, die da eben perfekt reinpasst."

Gibt es Vorbilder für die eigene Herangehensweise an das Portrait?
"Ich nehme immer wieder gerne das Beispiel Sinatra has a cold von Gay Talese, einem New Journalism-Pionier, der in diesem Essay lediglich das Umfeld von Frank Sinatra beobachtet, ohne mit ihm selbst zu sprechen, nur die Leute, die um ihn herumschwirren: Sein Manager, Frauen, der Kellner. Die beschreibt er; ihr Verhalten, ihre Worte. Wenn man das liest hat man trotzdem ein starkes Bild von Frank Sinatra, ohne dass dieser Name einmal erwähnt wird. Das hat mich dazu inspiriert, dass man eben auch eine Geschichte über Martin Gore schreiben kann ohne immer den Scheinwerfer nur auf ihn zu richten, statt dessen eben auch einmal das Umfeld und die Umstände näher zu beleuchten."
 
Hat dir das Portrait auch selbst ein neues Bild von der Person verschafft?
"Was wirklich ganz stark herauskam ist, dass er einfach auch sehr albern und humorvoll ist. Das öffentliche Bild ist ja eher das des ernsten Typs, der pathetisch angehaucht ist, man denkt an Bilder bei denen er Engelflügel trägt, an seine helle Singstimme.
Aber es gibt eben einige Geschichten, die ihn auch als albernden Jungen zeigen. Zum Beispiel empfand er bei Studioaufnahmen große Freude daran, immer wieder die Brille seines Bandkollegen Andy Fletcher zu verstecken, der dann halbblind durchs Studio getappt ist während sich Gore darüber köstlich amüsierte. Dieses Verhalten zieht sich durch sein ganzes Leben. Das Klischee ist, dass er ein sehr schüchterner Typ ist, der nur offen ist, wenn er trinkt, und sich dann auszieht.
Auch ein anmaßender Albumtitel wie Music For The Masses war als Gag gemeint, weil er in einem Plattenladen eine Klassikplatte gefunden hat, die so ähnlich betitelt war, von der er selbst dachte wie anmaßend so ein Titel sei, und das dann augenzwinkernd übernommen hat."
 
Muss ein Portrait auch ein Erkenntnisgewinn für den Autoren selbst sein?
"Es muss! Ich mag Journalisten nicht, die zu einem Menschen gehen und sich denken sie wüssten alles über ihn. Nach dem Motto: das ist der typische Fall von Lokalpolitiker, das ist ein Gutmensch, da gehe ich hin und frage irgendwelche Sachen ab, gehe zurück und langweile mich beim Schreiben selber, weil ich alles schon vorher weiß. Finde ich ganz furchtbar, denn ich bin doch neugierig, das ist meine Aufgabe als Journalist! Es gibt bei jedem Menschen mehr Ebenen als man denkt, mehr als die erste Ebene.
Man muss die Lust am Entdecken mitbringen, die Lust daran sich überraschen zu lassen. Sonst schreibt man nur Texte, die es schon tausendmal gibt."
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Re: Martin Gore: Miscellaneous
« Reply #21 on: 28 June 2012 - 23:24:58 »
2012-02-01 - Alison Moyet on Twitter:

http://twitter.com/#!/AlisonMoyet1/status/164646640282632192/photo/1

Alison Moyet:
Aged 11. School trip to Keswick. Half of me on left in blue. Martin Gore centre. @thecabinstudio



http://twitter.com/#!/AlisonMoyet1/status/164666046052179968

Luis Fernando.DM:
@AlisonMoyet1 @thecabinstudio that relic of this photo, you and Martin studied in the same class? Vince also?

as reply to Luis Fernando.DM:
Alison Moyet:
@Luis_DM @thecabinstudio I went to Nicholas with Martin and Andy. Same class for English, Maths and German. Vince went to a different school
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Re: Martin Gore: Miscellaneous
« Reply #22 on: 20 September 2012 - 23:23:30 »
2012-03-01 - Sie Medway Smith - SMS/MG SB002 

[Sie Medway Smith uploaded this track on his Soundcloud account. DM fans think that "SMS/MG - SB002" stands for "Sie Medway Smith/Martin Gore - Santa Barbara002". As soon as it becomes clear that this track is part of any project, I'll move it accordingly.]

http://soundcloud.com/siemedwaysmith/sms-mg-sb002
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Re: Martin Gore: Miscellaneous
« Reply #23 on: 02 October 2012 - 23:48:45 »
2012-06-xx - Bed Supperclub: Bed Sheets issue #43 (Thailand) - Steve Beech interview

http://bedsupperclub.com/bed-sheets/archive/43/bedsheets43.pdf

WESTWARD BOUND FOUNDER
STEVE BEECH: UNGAGGED

The name Westward Bound was a play with words when I moved from London to the West of England to set up a Bed, Breakfast and Dungeon hire facility way back in 1987. The Westward being geographic and the Bound as it says on the tin – Westward Bound. I was already heavily involved with the world as one of the original London fetish club promoters running Der Putsch since 1983.

(...)

The pre-internet world had massive restrictions on access to information and it was difficult to break into wider public view, with the one exception of the pop world. I recall being really thrilled when Martin Gore of Depeche Mode wore one of my early T-shirts on a prime British TV programme Top of The Pops. I recall him checking with me that I had seen it. I thought that was very sweet of him. Back in the eighties we were synonymous with the whole London pop and fashion world. Fun but I personally needed more excitement, Martin was lovely but most pop stars are dull and self-important. Celebrity never was my game and I get easily bored.

(...)
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« Reply #24 on: 27 November 2012 - 23:01:55 »
2012-09-30 - RockShop Academy on Facebook:

http://www.facebook.com/photo.php?fbid=10151277805622028&set=a.10150259358767028.375244.143838407027



Rockshop Academy:
Another exciting donation for the Rockstock 2012 silent auction just rolled through our doors. In hand is an absolutely beautiful hollowbody Ibanez Artcore Series guitar (tobacco fade, model af55) signed by Depeche Mode’s Martin Gore. We’re excited to have this item as part of our silent auction. Thank you Martin for being behind Rockshop Academy Foundation and helping create some great opportunities for our youth!!!
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« Reply #25 on: 27 November 2012 - 23:16:41 »
2012-11-26 - Side-Line (Belgium) - Simon Cowell attacks 'weirdo' Martin Gore of Depeche Mode after Gore claimed he wanted to 'shoot' him

http://www.side-line.com/news_comments.php?id=48690_0_2_0_C

Simon Cowell attacks 'weirdo' Martin Gore of Depeche Mode after Gore claimed he wanted to see him 'shot'

It's war between Simon Cowell and Depeche Mode's Martin Gore. All started when the Depeche Mode songwriter claimed in an interview last week that he wanted to see Cowell 'shot'. Cowell is a talent judge on TV shows such as Pop Idol, The X Factor, Britain's Got Talent and American Idol. Here's the quote from the Music Week interview: "I'm not advocating violence but I think somebody should shoot Simon Cowell."
Not the smartest comment as also Cowell pointed out (see below). However, Gore seems to have touched a subject that lives with many artists. Here's what his former Depeche Mode colleague Alan Wilder had to say about the drama: "Well done to Gorak for articulating the feelings of an entire nation. Anyone who pulls his trousers up that far is bound to get his knickers in a twist."
In a response on Twitter Cowell said: "I read Martin gore wants to shoot me. He was is in Depeche Mode. Do you realise how weird and stupid that makes you. Go and watch the news. Why I am angry about weirdo gore is a ton of people have got shot this year and people like weirdo gore encourage this."
So, were the remarks from Gore clever according to you? Below are said tweets from Cowell:

https://twitter.com/SimonCowell/status/272989481601228800
Simon Cowell:
I read Martin gore wants to shoot me. He was is in depeche mode. Do you realise how weird and stupid that makes you. Go and watch the news.

https://twitter.com/SimonCowell/status/272990872382087168
Simon Cowell:
Why I am angry about weirdo gore is a ton of people have got shot this year and people.like weirdo gore encourage this.
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Re: Martin Gore: Miscellaneous
« Reply #26 on: 28 November 2012 - 23:40:17 »
2012-11-27 - ITV1 (UK) - Lorraine

[Today's papers are being discussed, with one of them being The Daily Mirror with Martin Gore and Simon Cowell on the cover. We have saved this excerpt.]

http://www.itv.com/itvplayer/video/?Filter=328238
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Re: Martin Gore: Miscellaneous
« Reply #27 on: 21 December 2012 - 05:35:11 »
2012-11-27 - Channel 5 (UK) - The Wright Stuff

[Today's papers are being discussed, with one of them being The Daily Mirror with Martin Gore and Simon Cowell on the cover. We have saved this excerpt.]

http://www.channel5.com/shows/the-wright-stuff/episodes/tuesday-27-november
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Re: Martin Gore: Miscellaneous
« Reply #29 on: 17 May 2013 - 01:09:40 »
2012-11-27 - Stereotude (US) - Why Did Simon Cowell Call Depeche Mode's Martin Gore a "Weirdo"

http://www.aol.com/video/why-did-simon-cowell-call-depeche-modes-martin-gore-a-weirdo/517549648/
http://www.5min.com/Video/Why-Did-Simon-Cowell-Call-Depeche-Modes-Martin-Gore-a-Weirdo-517549648
http://www.youtube.com/watch?v=nA_X1xH9zTk



Depeche Mode's Martin Gore has beef with 'X Factor' judge Simon Cowell. In an interview with 'Music Week', Martin voiced his negative opinion for singing competition shows like 'X Factor' and joked that Simon should be shot. Simon, who received serious death threats in the past while judging on the 'X Factor UK'- did not take this lightly and responded on Twitter, calling Martin a weirdo.
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